Balenciaga – Tradition meets Streetstyle

Das spanische Traditionshaus Balenciaga ist heutzutage vor allem für sein penetrantes Logomania und den plakativen Streetstyle-Look bekannt. Der Ursprung des Hauses liegt jedoch ganz woanders. In einer kleinen Stadt in Spanien gründete Christóbal Balenciaga, derMeister von uns Allenwie kein Geringerer als Christian Dior ihn betitelte, das Unternehmen. Die Markenzeichen des Hauses damals: Kimono-Ärmel, Cocon Formen, Ballonkleider sowie traditionelle Elemente Spaniens und der katholischen Kirche.

Der Beginn von Balenciaga

Christóbal Balenciaga wurde 1895 in Getaria, Spanien geboren. Sein Vater war Fischer, seine Mutter Näherin. Sie lehrte ihn und war ausschlaggebend für seinen späteren Erfolg. Bereits mit 11 Jahren war Balenciaga einwandfrei im Umgang mit Nadel und Faden. Ein Jahr darauf verließ der Junge die Schule, um seiner Mutter ganz in der Schneiderei behilflich zu sein. Als Näherin war sie für die  Marquise von Casa Torres, Blanca Carrillo de Albornoz y Elio tätig, welche das Talent Christóbals erkannte und förderte. In ihrem Auftrag unternahm Balenciaga viele Reisen, einige davon an die Grenzstadt Biarritz, wo er die französische Sprache sowie die Art der französischen Frau sich zu Kleiden lernte. Die Marquise ermutigte ihn nach Madrid zu gehen, um dort seine Ausbildung zum Schneider zu absolvieren. Sie war es auch, die den jungen Schneider finanzielle unterstützte und es ihm somit ermöglichte mit gerade einmal 24 Jahren bereits seinen ersten Schneidersalon in San Sebastian zu eröffnen. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Talent des jungen Schneiders herumgesprochen und es bestanden bereits drei Boutiquen Balenciagas in Spanien. Er kleidete zudem die gesamte spanische Königsfamilie ein, bis er aufgrund des spanischen Bürgerkrieges 1936 das Land verlassen musste. Da er aufgrund seiner vielen Reisen in die Grenzstadt Biarritz die französische Sprache bereits perfekt beherrschte, verschlug es Balenciaga in die französische Hauptstadt und auch der Hauptstadt der Mode (dank Dior), Paris. 

Balenciaga geht nach Paris

Auf der Avenue George V Nr. 10 eröffnete er dort seinen Modesalon. Sein anfänglicher Stil war noch stark von seiner spanischen Herkunft geprägt. Im Torero-Look schneiderte Balenciaga zunächst Jacken und Kleider inspiriert von den Gemälden Velasquez Die Infantin und Margarita in Blau. Der Designer entwickelte jedoch schnell seinen ganz eigenen Stil und schaffte somit den internationalen Durchbruch. Er entwickelte vor allem neue Formen, die der zeitgemäßen Darstellung der Frau entgegenstanden. Die Damenmode zur damaligen Zeit war wie der New Look Diors sehr körperbetont, weshalb Balenciaga mit seinen minimalistischen Designs und besonderen Schnitten als seiner Zeit voraus galt. Anstatt die Taille zu betonen, zeigte der Couturier Kostüme mit langen Jacken und runden Schulter. Besonders die I-Silhouette des Designers erweckte Aufmerksamkeit. Die markante Silhouette setzte sich zusammen aus hohen Stiefeln mit kurzen, gerade geschnittenen Kleidern, ohne die Taille zu betonen. Auch seine Babydoll-Kleider und Ballon-Kleider sowie Röcke galten als seiner Zeit voraus und zeigten eine ganz neue Silhouette des weiblichen Körpers. Bis heute zählen seine Designs, die eine neue Figur der Frau zeigten und dabei Weichheit und markante Schnitte zugleich vereinten, zu den schönsten Kreationen in der Geschichte der Mode. Ausgesprochen markant an seinen Kreationen waren zudem die perfekt geschnittenen Ärmel, sowie der Kragen, die eine elegante Haltung hervorriefen und den Schmuck perfekt zur Geltung kommen ließen. 

Balenciaga über die Jahrzehnte

1947 brachte der Designer seinen ersten Duft für Damen auf den Markt. Zu seinen Kunden:innen gehörten in den 30er Jahren Greta Garbo, Marlene Dietrich und später sogar Grace Kelly. Er fertigte zudem die Roben für Priester an, ein religiöser Hauch, der in seinen Designs immer wieder zum Vorschein kommt und auch von späteren Designern des Hauses wie Nicolas Ghesquière oder Demna Gvasalia bei der ersten Haute Couture Kollektion des Unternehmens 2021 seit über 50 Jahren aufgegriffen wird. Viele seiner Designs sind wie ebenfalls beim Hause Givenchy, der neben Oscar de la Renta zu seinen Lehrlingen zählte, in gedeckten Farbtönen und besonders schwarz vorzufinden. In den 60er Jahren gehören die Entwürfe des Hauses Balenciaga dem obersten Preissegment an. Einzigartig waren neben Balenciagas Kreationen auch seine Marketingstrategien. Es gab keine Preisnachlässe, weder für Stammkunden noch für Prominenz, und auch auf Werbung verzichtete der Couturier, der diese zudem nicht nötig hatte, vollständig. In Zusammenarbeit mit Hubert Givenchy, der als guter Freund Christóbals galt, entstand die Robe Chemise, welche erstmals 1956 in New York gezeigt wurde. 


 „Christóbal Balenciaga ist der Architekt der Haute Couture“
-Hubert de Givenchy


Die Faszination Christóbal Balenciaga

Balenciaga selbst galt als privat und zurückhaltend, er trug stets seinen blauen Arbeitskittel und fertigte schlichte Mode mit aufregenden Schnitten an. Der schüchterne Designer, der majestätischen Roben fertigte, nannte seine Angestellten seine kleinen Monster. Er war ein Meister seines Werkes und verstand seine Aufgabe wie nur die wenigsten Couturiers. Obwohl er einer der ersten erklärten Homosexuellen war, hielt er sein Privatleben immer vor der Öffentlichkeit zurück. Einzig 1971 für Prudence Glyn von The Times gab der Designer ein vollständiges Interview. Privat war er mit dem französisch-polnischen Hutmacher Władzio Jaworowski aus Attainville zusammen. Als Mitarbeiter und Liebe seines Lebens galt er als sein engster Vertrauter und seine Stütze. Nach dem Tod Jaworowskis 1948 verfiel Balenciaga in schwere Depressionen und wollte sein Geschäft kurzzeitig sogar komplett aufgeben. Kurz vor seinem Rückzug aus der Modewelt fertigte Balenciaga die Uniformen der Flugbegleiter der Air France an. Die marineblauen Anzüge mit weißen Details und schlanken Linien waren die wohl schickesten Uniformen aller Zeiten. 

Balenciaga nach Balenciaga

1968 schloss Christóbal Balenciaga schließlich sein Modehaus und ging zurück nach Spanien. Er sah die Zeit der luxuriösen Haute Couture Mode als vorbei an und nahm die vermehrte Produktion von Prêt-à-porter Mode als Massenproduktion wahr, von welcher er sich gezielt differenzieren wollte. Seine Schauen selbst, bei denen er sich anders als die meisten Designer:innen nie verbeugte, zeigte er um Kopien zu vermeiden immer einen Monat nach den offiziellen Haute Couture Veranstaltungen. Nach seinem Tod 1972 ging das Unternehmen an seine Verwandten, die Boutiquen wurden geschlossen und lediglich die Parfümlinie fortgesetzt. Nur sechs Jahre später verkaufen die Nichten und Neffen Balenciagas das Unternehmen an das Pharmaunternehmen Hoechst. Vor allem für den Ausbau des Parfümgeschäfts sorgte der Konzern. 1986 kaufte der französische Mode – und Kosmetikunternehmen Jacques Bogart S.A das Haus auf und führte ein Jahr später unter Designer Michel Goma die Modesparte mit einer Prêt-à-porter Linie wieder ein. Unter dem Titel Le Dix entstand eine Luxus-Kollektion, Diffusion wurde die Zweitlinie der Frauen. Hauptgeschäft des Hauses Balenciaga zur damaligen Zeit waren jedoch Uniformen. Besonders für Großkunden wie Fluggesellschaften, die Post und andere große Unternehmen stellte das Haus Uniformen her. Zur gleichen Zeit wurden in den USA und Japan Lizenzen für den Markennamen vergeben und in Tokio eine Balenciaga Boutique eröffnet. 

Die Übergangslösung wird zur Rettung

1992 übernahm der belgische Designer Josephus Melchior Thimister die kreative Führung des Hauses. Fünf Jahre später verließ er das Haus aufgrund von der unprofessionellen Vermarktung der Mode- und Kosmetikfirma Jacques Bogart. Noch im selben Jahr trat der Designer Nicolas Ghesquière die Position an und wurde zur langersehnten Rettung des Hauses. Das Ausnahmetalent des Franzosen wurde bereits früh erkannt. Ohne jemals eine Ausbildung oder in Studium im Bereich Mode absolviert zu haben, arbeitete Ghesquière nach seinem Schulabschluss bereits zwei Jahre für als Assistent Jean Paul Gaultier. Nachdem er 1995 für Balenciaga eingestellt wurde, übernahm er 1997 schließlich die Position als Kreativdirektor. Die Position, welche eigentlich für Helmut Lang vorgesehen war, welcher jedoch absagte, wurde zunächst nur als Übergangslösung an Nicolas Ghesquière übergeben.  Mit seinen modernen Interpretationen der ursprünglichen Designs des Meisters Balenciaga erschafft Ghesquière futuristische, ausdrucksstarke Mode für moderne, selbstbewusste Frauen. Die Presse erklärte den Designer zum Messias der Mode. Ohne Ghesquière würde es das Haus Balenciaga heute nicht mehr geben. 

Nicolas Ghesquière erhält Balenciaga

Als das Unternehmen verkauft werden sollte, war es Ghesquière der die Gucci Group, heutige Kering Group darum bat das Haus aufzukaufen. 2001 übernahm die Kering Group 91 % des Hauses, die restlichen 9 % gehören dem Kreativdirektor Ghesquière selbst. Wenn also behauptet wird, Nicolas Ghesquière  sei Balenciaga, so entspricht dies tatsächlich der Realität. Das französische Genie, welches häufig als “Visionär”, “Mr. Zeitgeist”, “fantastischer Futurist” betitelt wird, rettete eines der wichtigsten Häuser der Mode und schrieb damit Geschichte. Ich für meinen Teil werde Nicolas Ghesquière ewig dafür dankbar sein. Was wäre schon eine Welt ohne Balenciaga? 

Nicolas Ghesquière revolutioniert das Modehaus

Genau wie der Meister Balenciaga selbst gab auch Nicolas Ghesquière während seiner Zeit bei dem Modehaus nur wenige Interviews und lud nur ein kleines Publikum zu seinen Schauen ein. Somit wurden sie zu einem noch begehrterem Event als sie es sowieso schon waren. Nur wenige Designer waren so geschickt darin mit innovativen Silhouetten und Stoffen zu arbeiten wie Ghesquière es vermag. Er blieb dem Stil Christóbal Balenciagas treu und arbeite genau wie er mit experimentellen, ungewöhnlichen Stoffen und Materialien. Immer wieder waren seine Kreationen aus dem Archiv des Unternehmens inspiriert und wurden von Ghesquière lediglich neu inszeniert. Seine erste Kollektion beispielsweise zeigte Nonnen und war somit an den streng katholischen Glauben des Gründers Christóbal Balenciaga angelehnt. 2001 schrieb das französische Genie zudem mit der ersten Handtasche des Hauses Modegeschichte. Die Motorcycle City Bag, heute als Classic City Bag oder unter der Neuauflage Neo Bag bekannt, wollte der Designer ursprünglich auf dem Laufsteg zeigen. Weil die Kering Group damit nicht einverstanden war, verteilte der Designer 25 Prototypen des logofreien Softleder Modells an bekannte Gesichter im Publikum. Darunter Kate Moss, die sich in die Tasche verliebte und sie zur It-Bag ernannte. Daraufhin wurde das Modell in mehreren Ausführungen produziert und es entstanden Wartelisten aufgrund der enormen Nachfrage. 2002 zeigte er das erste Mal Herrenmode und schaffte es das Unternehmen vor allem bei jüngeren Kunden wieder beliebt zu machen. Zwei Jahre später entstand der Onlineshop des Unternehmens und die Jahre zuvor verkaufte japanischen Lizenzen wurden zurückerlangt. Ghesquière ist ein absoluter Perfektionist. Er ist besessen von seinem Schaffen und hat ein Auge fürs Detail, manchmal so sehr, dass er 18 Monate damit verbrachte den perfekten Grünton zu finden. 

Balenciaga ohne Ghesquière

Als der Messias der Mode 2012 erklärte, dass er Balenciaga verlassen würde, war die Modewelt schockiert. Balenciaga ohne Nicolas Ghesquière war inzwischen unvorstellbar. Er war verantwortlich für die einzigartige Ausrichtung des Hauses, dessen Erfolg und Bestehen. Für viele erschien ein Balenciaga ohne Ghesquière wie Weihnachten ohne Santa. Ghesquière war Balenciaga. Machte das Label zu einer Marke. Verstand, dass ein Label, um eine Marke aus Mode, Taschen und Düften bestehen muss. Und hielt dennoch dem Druck der Modeindustrie 15 Jahre lang stand. Er vermochte es, das Label zu dem zu machen, was es einst war: einer der hellsten Sterne des Mode Universums. Im Dezember desselben Jahres trat Alexander Wang die Nachfolge des Stardesigners an, wenig erfolgreich, um ehrlich zu sein. Im Oktober 2015 folgte schließlich der Deutsch Georgier Demna Gvasalia. Ihm gelang es Balenciaga noch einmal neuen Wind einzuhauchen und dennoch dem traditionellen Elemente treu zu bleiben. Besonders im Streetstyle Segment etablierte er das Haus Balenciaga, setzte mit den markanten Logomania-Produkten Trends und kreierte einen neuen unverwechselbaren Balenciaga Look. Im Juni 2016 zeigte der Designer erstmals eine Menswear Kollektion und für Sommer 2020 kündigte er sogar die Rückkehr der Haute Couture an. Aufgrund von Corona wurde die Couture Kollektion erst 2021 gezeigt. An historischen Modegeschichten Potenzial verlor die Kollektion dadurch jedoch keineswegs. 

Streetstyle Meister Demna erfindet das Modehaus neu 

Das Haute-Couture Debüt Gvasalias beeinflusste nicht nur Haute Couture, sondern auch die Prêt-à-porter. Seit 1968 gab es keine Couture Schau mehr des Hauses, umso gespannter schaute die Modewelt auf die Kollektion Demnas, der sich offiziell nur noch bei seinem Vornamen nennt. Der Designer meisterte die unbestritten höchste Disziplin der Mode auf ironisch grandiose Art und Weise. Dass der Meister des Streetstyle, der Produkte wie Hoodies und Jogginghosen unter dem ursprünglichen Couture Haus wie selbstverständlich zeigt, nun die Haute Couture Linie des Hauses wiederbelebt ist fast schon ironisch. Nur 60 geladene Gäste durften Teil sein des legendären Events sein. Demna wählte Stille statt Musik, welche für mehr Ausdruck sorgte, als jeder Song der Welt es wohl jemals getan hätte. Als Location wurde ein ehemaliger Salon des Gründers Christóbal Balenciaga gewählt. Sogar die Stühle waren dieselben wie unter dem Meister der Couture. 

Balenciaga zeigt wieder Haute Couture – moderne Haute Couture

Obwohl die Couture Mode der vergangenen Jahre schon alltagstauglicher wurde, traute sich bisher noch keiner an das demokratischste Kleidungsstück überhaupt ran: die Jeans. Denim nahm in Demnas Version der Balenciaga Haute Couture eine zentrale Rolle ein. Zwei Aspekte waren dem Designer bei seinem Couture-Debüt besonders wichtig, die Alltagstauglichkeit und die Genderneutralität seiner Kreationen. Die Schneiderkunst und das präzise Handwerk, welches als Markenzeichen der Haute Couture gilt wurden natürlich auch bei Demnas Denim Umsetzung bedacht. Die Highwaisted Taillenjeans mit weitem Bein spiegeln eine zeitlose Eleganz wider. Das Denim aus Japan, welches auf einem alten amerikanischen Webstuhl gefertigt wurde und geziert durch Knöpfe aus schwerem hochwertigem Silber höchste Qualität und ein edles Design darstellt, kombiniert die Streetstyle Ästhetik des Designers perfekt mit der Schneiderkunst der Haute Couture. Dass Volumen genutzt werden kann, um einem Kleidungsstück neue Formen zu verschaffen, machte Christóbal Balenciaga weltbekannt. Auch diesen Aspekt griff Demna in seine moderne Interpretation gekonnt auf und erschuf dadurch steife Oversized-Anzüge und voluminöse Gewänder. Das Highlight der Couture Interpretation demnach war jedoch widersprüchlich die Loungewear Mode. Was sonst in der Haute Couture Mode nichts zu suchen hat, zeigt Demna fast schon wie selbstverständlich. Hoodie und T-Shirt dürfen bei Demna Gvasalias Balenciaga eben auch in der Haute Couture nicht fehlen. Um den Basic Pieces des Streetstyle einen Couture Look einzuhauchen, arbeiten Demna und sein Team mit experimentellen Materialien wie Kaschmir und Seidensatin sowie dem Padding-Material welches bereits Christóbal Balenciaga nutze, um seine legendären runden Formen zu erschaffen. Demna gelang es für seine Interpretation der modernen Haute Couture eine perfekte Balance aus Streetstyle, Legernes und Extravaganz zu finden, die nicht nur die Haute Couture, sondern auch die Prêt-à-porter Mode der Zukunft beeinflussen wird. 


„Der einzig wahre Couturier war schließlich Christóbal Balenciaga, die anderen sind nur Modedesigner.“
-Coco Chanel


Das Modehaus Balenciaga schrieb in vielerlei Hinsicht Geschichte. Die Grundelemente des Hauses, die noch immer bestehen, formte Christóbal Balenciaga selbst. Für moderne und dennoch traditionelle Elemente sorgte Nicolas Ghesquière und Demna eröffnete dem einstigen Couture Haus durch seinen Streetstyle Look eine ganz neue Perspektive. Drei Designer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und es dennoch schafften ein einzigartiges Modehaus mit vielseitigen Designs und individuellen Aspekten zu erschaffen, das für immer eins der entscheidensten Häuser der Geschichte der Mode bleiben wird.