Ob Handtasche oder Baguette – diese iconic Bags gehen nie Out of Style!

Iconic Bags – Handtaschen sind vielfältig, wunderschön und vor allem eins: absolute Trendartikel. Viele Modelle wie die Balenciaga Hourglass, die Jacquemus le Chiquito oder Bottega Veneta Chain Casette sind Taschen, die wir lieben, den Test der Zeit aber nicht bestehen werden. Jedoch gibt es auch Modelle, die zeitlos wunderschön sind und in welche wir uns mit Neuauflagen immer wieder neu verlieben können! Auf diese vier Modelle ist jede Saison Verlass. Absolute iconic Bags!

Fendi Baguette 

Die ikonischste It-Bag aller Zeiten ist und bleibt die Fendi Baguette Bag. Das Design welches Silvia Venturini Fendi 1997 erschuf, ist bis heute noch immer legendär. Die Tasche, welche vom Tragegefühl an ein Baguette unter dem Arm erinnern soll, wurde besonders durch die Trendserie Sex and the City zum Statussymbol. Als Seriencharakter Carrie Bradshaw in Episode 17 der 3. Staffel einen der ikonischsten Sätze überhaupt sagte: “This is not a Bag, it’s a Baguette” war die erste It-Bag geboren. Über 100.000 Exemplare wurden bereits im ersten Lebensjahr der Trendtasche verkauft. Das Taschendesign, geziert vom legendären 1965er Monogramm des Hauses Fendi, welches kein Geringerer als Karl Lagerfeld entwarf, dem kurzen Henkel und der länglichen Form, führte eine neue Taschenform ein. Auch 20 Jahre später ist die Baguette noch immer ein absoluter Klassiker. Anders als normale It-Bags, die dafür bekannt sind nur eine Saison trendy zu sein, hält sich das legendäre Design der 90er seit Jahren. Erst 2019 wurde das Modell in unzähligen Größen – und Farbvariationen neu aufgelegt. Inzwischen ist die Baguette bereits in über 1000 verschiedenen Ausführungen erhältlich. Immer wieder gibt es Spezialausgaben in Zusammenarbeit mit Künstlern, Limited Editions oder sogar DIY Taschen Kits. Ob als verzierte, paillettenbesetzte oder bestickte Variante – die Baguette ist ein echter Klassiker! Weshalb ihr 2012 sogar “Fendis Baguette Book” gewidmet wurde. Als erste It-Bag überhaupt, Serien Star und Kassenschlager wird die Baguette anders als die meisten Taschen unserer Zeit nie out of style gehen. 

Lady Dior 

Die Tasche der zeitlosen Eleganz. Mit der Lady Dior, nach Lady Diana benannt, erlangte Dior 1995 seinen Platz auf dem Luxustaschenmarkt zurück. Im Grand Palais Paris überreichte die französische Präsidentengattin Bernadette Chirac, Lady Diana ein Protomodell der legendären Tasche als Geschenk. Keine 24 Stunden später hatte das Traditionshaus Dior eine exklusive Version für Lady Diana angefertigt. Der Beginn einer anhaltenden Liebesgeschichte zwischen der Monarchin und dem ikonischen Handtaschenmodell. Lady Diana bestellte daraufhin jede erhältliche Version des Modells. Woraufhin die Tasche zu ihrer Ehre nach ihr benannt wurde. Besonders markant am Design der Ikone,  die ‚Cannage‘-Absteppungen, die von Stühlen im Stil Napoleon III’s inspiriert sind und bereits 1947 für die erste Modenschau des Hauses genutzt wurden. Auch die Logos des Hauses, die im Stil eines Armbandes um den Griff der Tasche baumeln, haben einen geschichtlichen Hintergrund. Der damalige Chefdesigner Gianfranco Ferre kreierte eine Hommage an den Gründer des Hauses, Christian Dior, welcher bekanntlich eine Leidenschaft für Glücksbringer hatte. Die Tasche ist in unzähligen Variationen von Kalbsleder bis Tweed in den Größen Klein und Medium erhältlich. Trotz der vielseitigen Variationen des Designs sowie des Stoffes bzw. Leders bleiben die charakteristischen Merkmale der Tasche immer bestehen. 2021 gab es zudem eine Wanderausstellung, die das ikonische Handtaschendesign artistisch interpretiert von Künstlern zeigte. Darunter unter anderem David Lynch, Peter Lindbergh, Bruce Webber, Patrick Demarchelier, Ellen von Unwerth, Steve McCurry und Martin Parr. Den Ursprung der Verbindung zur Kunst des Hauses entstand unter Christian Dior, der bevor er zum international bekannten Designer wurde, eine Galerie besaß und bis zum Schluss eine enge Verbundenheit zur Kunst verspürte. 

 

Hermes Birkin

Sie ist keine Handtasche, sondern eine Wertanlage. Das klassische Handtasche-Modell Birkin wird auch ohne sichtbares Logo sofort erkannt. Der Wiedererkennungswert der wohl begehrtesten Tasche der Welt ist enorm. Die Wartezeit der exklusiven Handtasche kann je nach Saison und Modell Jahre betragen, und das bei einem Einstiegspreis von rund 5000 Euro. Dennoch gibt es meiner Meinung nach keine bessere Handtaschen Investition als eine klassische Hermes Birkin oder Kelly, je nach Geschmack. Als die französische Schauspielerin Jane Birkin und der damalige Hermès-Chef Jean Luis Dumas sich im Flugzeug von Paris nach London kennenlernten, wurde die begehrteste Tasche der Welt geboren. Birkin berichtete Jean Luis Dumas von ihren Schwierigkeiten eine geeignet große und breite Handtasche aus Leder für Wochenendausflüge zu finden. Noch während des Fluges begann Jean Luis Dumas auf einer Serviette zu skizzieren. 1984 kam die wunderschöne Tasche mit einer mindestens ebenso wunderschönen Entstehungsgeschichte auf den Markt. Die begehrte Tasche ist jedoch Mangelware. Nur zwei Taschen pro Woche können bei Hermes produziert werden, denn die Qualität der Handtasche steht im Mittelpunkt. Eine zweijährige Ausbildung müssen die rund 2700 Handwerker:innen bei Hermes leisten. Dabei dürfen nicht einmal alle der rund 2700 Angestellten in den Lederfabriken an den Handtaschen arbeiten. Erst einmal beginnen sie mit Gürteln und anderen Kleinlederwaren, bis sie nach jahrelanger Erfahrungen an die beliebten Taschenmodelle dürfen. Eine Kelly benötigt im Schnitt 15 Stunden bis zur Fertigstellung, eine Birkin sogar 20 Stunden, alles mühsame Handarbeit, versteht sich. Anstatt Angebot und Nachfrage aneinander anzupassen, beschloss das Familienunternehmen Hermes die Qualität der Produkte an oberste Stelle zu stellen und längere Wartezeiten der Kunden:innen in Kauf zu nehmen. Die geringe Verfügbarkeit der Taschen, machte die gefragten Modelle noch beliebter, denn was man nicht haben kann, reizt einen ja bekanntlich am meisten. 

Chanel 2.55

Die Tasche 2.55 des Sinnbildes der Eleganz, gemacht für die moderne Frau. Mode Visionärin Gabrielle “Coco” Chanel kreierte das Model im Februar 1955. Als Inspiration galten ihr die Militärtaschen der damaligen Zeit, welche durch einen Schulterriemen einen optimalen Tragekomfort hervorriefen. Damit Frauen ihre Hände freihatten und trotzdem das modische Accessoire bei sich tragen konnten, schuf sie die Crossbody Handtasche. Was heute als normal gilt, war zur damaligen Zeit revolutionär und verdeutlichte wieder einmal Coco Chanels Widerstand gegenüber herkömmlicher Mode, die nicht im Sinne der Emanzipation stand. Coco Chanel, die selber als leidenschaftliche Reiterin galt, lies sich von den Satteldecken bei den Pferderennen, die sie häufig besuchte, inspirieren. Die Tasche war somit geziert von Wolle mit Steppnähten, die auf die gesteppten Ledervarianten der Zukunft hinwies. Die burgunderrote Farbe der Innenseite ist in demselben Farbton wie die Uniformen Gabrielle Chanels, welche sie im Kloster trug. Der rechteckige Verschluss des Modells trägt den Titel „Mademoiselle Lock“ – eine Referenz an die nie vermählte Coco Chanel. Erst in den 80er Jahren bekam die Tasche ein Logo im Verschluss. Karl Lagerfeld kreierte das heute klassische Logo der ineinandergreifenden C’s. 180 Arbeitsschritte sind notwendig, um die ikonische Tasche anzufertigen. Fünf Jahre Arbeitserfahrung sind zudem Grundvoraussetzung. Mit der Neuauflage der 2.55 unter Karl Lagerfeld im Jahr 2005 war die It-Bag geboren. Inzwischen ist das klassische Modell in unzähligen Lederarten, Tweed, Pailletten und Strass erhältlich. Eine Tasche mit geschichtlichem Hintergrund, die der Emanzipation der Frau beigetragen hat und dabei wie keine andere Tasche der Welt den Begriff Eleganz verkörpert. Eine Tasche die das Haus Chanel wie keine andere prägte. 

Für welches Modell ihr euch auch entscheidet, vergesst nicht eurer Handtasche einen Namen zu geben. Die wunderschönen Alltagsbegleiter verdienen es jede Nacht in ihren Dust Bags schlafen gelegt und am Morgen mit ihrem Namen geweckt zu werden! 

XOXO & happy Shopping