Rovell Gaither – Somewhat of a denim ninja

Taschen werden immer wichtiger in der Mainstream-Modewelt. So auch die von Rovell Gaither, ein junger Mann, der Handtaschen aus Denim herstellt. Aktuell ein Internethype managt er das Ein-Mann-Business komplett allein und das aus seinem Zimmer.

Seine neuste Kollektion, eine Valentinstags Kollektion, war innerhalb von sieben Minuten ausverkauft. Dabei ist sie seine erste von dieser Art. Zuvor hat Rovell Gaither Taschen in unterschiedlichen Größen und Formen auf seine Webseite zum Verkaufen hochgeladen. Alle in den klassischen Blautönen der Jeans. Durch gutes Social-Media-Marketing, wie auf TikTok und Instagram schaffte er es, interessierte Käufer:innen auf sich aufmerksam zu machen. Doch durch seine gute Handarbeit, eine große Anzahl an positiven Feedbacks und einer hochwertigen Qualität band er sie an sich.

Die Person hinter dem Namen Rovell Gaither

Der 21-Jährige schreibt auf seiner Internetseite, dass er sich nicht als “Fashion Designer” bezeichnen würde. Nicht, weil er sich den Titel nicht als würdig erachtet, sondern, weil ihn das eingrenzen könnte. Denn schließlich mache er keine Kleidung. Seine Stücke seien einzigartig und schaffen es, bei jedem Outfit hervorzustechen. Ursprünglich aus der Bay Area, fand er seine Liebe zur Mode in der Highschool. Damals fing Rovell damit an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die ersten Stücke zu erstellen. Kurz darauf eröffneten seine Freunde und er einen Fashion-Club, indem sie ihre Liebe zur Mode teilen konnten.

In einem Video gab er bekannt, dass er nie zu einer Modeschule gegangen sei. Zwar wollte Rovell das immer, aber es kam nicht dazu. Dennoch näht er seit sechs Jahren und seit bereits zwei Jahren erstellt er Taschen. Das Nähen hat er durch Übung und YouTube erlernen können. “YouTube ist bei so etwas dein bester Freund und ich kann nicht glauben, dass es kostenlos ist.” Doch Rovell Aufgabenbereich endet nicht bei der Herstellung der jeweiligen Tasche. Er zeichnet sie, macht die Produktbilder, das Marketing und kümmert sich um alle Interaktionen mit der Kundenschaft – das alles von seinem Zimmer aus.


Musen und Lieblingstextilie 

Rovells Inspiration kommt vor allem von der Marke Coach. “Viele Personen sehen Coach nicht als High Fashion Brand, aber ich liebe ihre Designs.” Doch da hört das nicht auf, denn er habe manchmal zu viel Inspiration durch unterschiedliche Marken, die gerade im Trend sind. “Ich habe keine feste Vorstellung, sondern nimm alles in mich auf”, erklärte er bei einem Interview auf YouTube. Was niemanden bei den Accessoires von ihm entfallen kann, ist, dass Denim eine wichtige Rolle spielt. Jedes Stück, sei es Hut oder Tasche, besteht aus dem Textil. “Es gibt Menschen, die Denim und Jeans nicht mögen. Ich habe sie schon immer geliebt.” Der Grund dafür sei, dass seine Mutter ihn schon von klein auf darin gekleidet hätte. Doch der Gamechanger war der Fashion-Club. Am ersten Tag war die Aufgabe eine Tasche zu designen und Rovell hatte am Ende ein zweifarbige Denim Bag. Das war die erste Tasche, die er jemals gemacht hatte. Alles kam zusammen, als eine Freundin der Mutter ihn dazu animierte, eine weitere Tasche zu nähen. In Rovells Kleiderschrank waren restliche Stücke von Denim und er beschloss einfach diese zu nehmen. “Seitdem wusste ich, dass ich es liebe, mit Denim zu arbeiten. Zwar ist das nicht für jedermann, aber ich liebte die Arbeit damit.”

Jede Tasche hat einen dreistelligen Preis. Dies begründet Rovell damit, dass er alles selbst macht und sich auch bezahlen muss. Außerdem sei die Qualität der Taschen dem Preis gerecht. “Ich arbeite pro Tasche durchschnittlich fünf bis sechs Tage an der Nähmaschine. Jede von ihnen ist handgemacht und einzigartig. Du wirst nie dieselbe nochmal auf der Welt finden können.”